Gut Müllerhof

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„Wenn man das Pferd zu der Haltung bringt, die es selbst annimmt, wenn es schön sein will, so macht man, dass das Pferd des Reitens froh wird.“

Xenophon – 

Wer die blühenden Wiesen kennt und die hingetragene Herde, die, das Maul am Winde, rennt: junge Pferde! Junge Pferde! Über Gräben, Gräserstoppel und entlang den Rotdornhecken weht der Trab der scheuen Koppel, Füchse, Braune, Schimmel, Schecken! Junge Sommermorgen zogen weiß davon, sie wieherten. Wolke warf den Blitz, sie flogen voll von Angst hin, galoppierten. Selten graue Nüstern wittern, und dann nähern sie und nicken, ihre Augensterne zittern in den engen Menschenblicken.

Paul Boldt (1885 – 1921), dt. Dichter des deutschen Expressionismus